Mein erstes Buch

Zeit der Kornblumen

Roman

Paperback und E-book,

220 Seiten,

11.99 €

ISBN 978-3-7347-9955-6

Books on Demand, Norderstedt, 1915

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Der Roman "Zeit der Kornblumen" hat, wie viele Erstlinge, teilweise autobiografischen Charakter. Es ist die Geschichte einer Frau, Marie Hoffstede, die 1915 in einem kleinen norddeutschen Dorf als Tochter eines Kleinbauern geboren wird. Ihr Vater fällt im 1. Weltkrieg und ihre Mutter, allein zurückgeblieben mit drei kleinen Töchtern, heiratet mehr aus der Not heraus als aus Neigung den älteren Bruder ihres verstorbenen Mannes. Weitere Kinder werden geboren. Marie als Zweitälteste von zehn Geschwistern, muss früh Verantwortung übernehmen, bevor sie nach kurzer Schulzeit als Magd bei einem Großbauern in den Dienst tritt. Heimlich schreibt sie Gedichte. Doch für ihre große Begabung ist in ihrem harten Leben kein Platz ...

Maries Lebensgeschichte spiegelt die Entwicklung Deutschlands während ders gesamten 20. Jahrhunderts wider. Sie erzählt vom schweren Alltag einer Bäuerin, aber auch von den bescheidenen Glücksmomenten , von Leid und Tod, aber auch von der unerwarteten Erfüllung kühner Träume ...

Den einzelnen Kapiteln habe ich jeweils ein Haiku, also ein dreizeiliges Gedicht mit festgelegter Silbenzahl, vorangestellt. Jedes Kapitel beginnt mit der Beschreibung eines Fotos. Hier einige Beispiele für die Haikus:

Von feuchten Wiesen / steigt früher Nebeldunst auf. / Hoffen auf Sonne.

Die Kornblume blüht, / die Lerche singt. / Unbewegt wartet die Erde.

Noch ist es dunkel / am frühen Morgen. / Musik durchbricht die Stille.

u. v. a.

In dem Roman "Zeit der Kornblumen" gibt es ein Gedicht, das auch in der Sammlung der Brentano-Gesellschaft FRANKFURTER BIBLIOTHEK, Gedicht und Gesellschaft 2016, erschienen ist (Seite 67) Es ist ein Englisches Sonett, das strengen formalen Regeln folgt. Es trägt den Titel "Zweifel". Hier ist es:


Zweifel

Wie schwarz das Weltall ist, wie unermesslich groß.

Wie kalt und seelenlos das Licht der alten Sterne.

Der Blick verliert den Halt, unendlich scheint die Ferne.

Ein Menschlein schaut hinauf, weiß sich gering und bloß,


Steht staunend da und stumm. Doch gläubig, unverzagt,

Geht folgsam es hinein ins ungebet'ne Leben,

Um es am Ende still in Gottes Hand zu geben,

In seine ew'ge Hut. So ward es offenbart.


Doch weh, wenn Gottes Sein nur schöne Illusion,

Wenn kaltes, schwarzes Nichts am End' nur auf uns wartet?

Wenn Hoffnung nur ein Trug ist, falsch und abgekartet?

Vergessen und Vergeh'n des Lebens letzter Lohn?


So schöpf' nur frischen Mut, du fragend' Menschengeist!

Der Zweifel, der dich quält, in Wahrheit Stärke heißt.